Edvard Munch (1863–1944), Mädchen auf einer Landungsbrücke, 1903, Linienradierung und Kaltnadel, Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Inv. 1950.264, Ankauf 1950

Edvard Munch (1863–1944), Mädchen auf einer Landungsbrücke, 1903, Linienradierung und Kaltnadel, Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Inv. 1950.264, Ankauf 1950


The Acid Lab

Säure in der Druckgrafik von Albrecht Dürer bis William Kentridge

HAUPTBAU Zwischengeschoss / 12.11.2022–14.05.2023 / Kuratorin: Dr. Marion Heisterberg

Im Bereich der Druckgrafik gibt es unterschiedliche Techniken. Eine davon ist die Radierung. Dafür wird das Motiv mit Säure in die metallene Druckplatte eingeätzt. Der Ätzprozess kann dabei meisterlich gelenkt sein – oder auch mit dem Zufall spielen. Danach wird die Platte eingefärbt und gedruckt.

Für das Acid Lab wurden Highlights der Radierkunst aus den Beständen des Basler Kupferstichkabinetts ausgewählt: von den frühesten Linienradierungen des 16. Jahrhunderts (Urs Graf, Albrecht Dürer) über flirrende Flächeneffekte des Impressionismus (Camille Pissarro, Edgar Degas) bis zur geätzten Abstraktion (Sam Francis, Richard Serra).

Doch das Acid Lab ist mehr als eine Ausstellung, denn vor dem Entdecken der Kunstwerke darf die Technik selber erprobt werden: An einem digitalen «Radiertisch» können die Besucher:innen in einem Säurelabor experimentieren. Die nötigen Utensilien (Platten, Säuren, Lacke, Nadeln) liegen virtuell bereit. Zahlreiche Effekte können ausprobiert und kombiniert, das Ergebnis per QR-Code geteilt und mitgenommen werden.

Das Acid Lab ist das Pilotprojekt der Ausstellungsreihe Graphic Lab, die die Sammlung des Kupferstichkabinetts in neuer Art und Weise zugänglich macht. Die Präsentation wurde vom Kupferstichkabinett und der Papierrestaurierung im Team erarbeitet, unter Konzeption und Projektleitung von Marion Heisterberg.

Das Acid Lab wird mit Unterstützung der Getty Foundation durch das Paper Project gefördert

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