Erwerbungen 1962–1980

Die fortgesetzte Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK) ermöglicht es dem Kunstmuseum Basel, die Erforschung der Provenienzen der Gemälde und Skulpturen systematisch voranzutreiben. Im Zentrum der nunmehr dritten Projektrunde stehen die zwischen 1962 und 1980 durch Direktor Franz Meyer (1919–2007) von der Öffentlichen Kunstsammlung Basel erworbenen Kunstwerke mit Entstehungsjahr bis 1945. Auch diesmal richtet sich der Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus. Für rund 90 Gemälde und einzelne Skulpturen, die in den Jahren 1933–1945 auf dem internationalen Markt den Besitzer wechselten, werden vertiefte Recherchen angestellt. Die Erforschung der Provenienzen geht dabei mit einer Erschliessung der museumseigenen Archivbestände einher. Deren Verzeichnung in einem webbasierten Archivinformationssystem soll mittelfristig eine differenzierte Recherche innerhalb des Materials ermöglichen und dieses für die Forschung nutzbar machen.

Druckgrafik 1933–1942

Mit der Bewilligung der zweiten Förderrunde für das Kupferstichkabinett ermöglicht das Bundesamt für Kultur (BAK) eine Kontinuität in der Erforschung eines wichtigen Sammlungsbestands unseres Hauses. Das erste Projekt widmete sich dem handzeichnerischen Werk der Eingangsjahre 1933–1945. Nun verlegt sich der Fokus auf druckgrafische Arbeiten der Eingangsjahre 1933–1942. Die zu untersuchenden rund 1600 Werknummern wurden in einem Vorprojekt digitalisiert. Eine anschliessende Erforschung der Provenienzen, beschränkt sich zunächst auf die Erfassung von Informationen zu den Eingangsverhältnissen, um die Herkunftslage der einzelnen Werke einer ersten Einschätzung zu unterziehen. Daraus wird sich ein Überblick ergeben, bei welchen Werken eine vertiefte Recherche sinnvoll ist. Auf der Grundlage des reichen Archivbestand des Hauses und von wissenschaftlichen Forschungsdatenbanken wird diese dann durchgeführt.

Die Ergebnisse aus diesen beiden Projekten werden nach Abschluss der Forschungen über die Sammlung Online publiziert.