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Fun Feminism

GEGENWART / 24.09.2022–19.03.2023


Werke von Künstlerinnen sind in der Sammlung des Kunstmuseums Basel bis heute untervertreten. Die Institution befindet sich damit in bester Gesellschaft. Denn nach wie vor müssen Frauen ihre Bedeutung als Protagonistinnen der (westlichen) Kunstgeschichte behaupten. Seit einem guten halben Jahrhundert arbeiten Künstler:innen, Kunsthistoriker:innen, Galerist:innen, Sammler:innen und Kurator:innen in Ausstellungsräumen, Museen, Archiven und Publikationen daran, Darstellungen weiblicher Perspektiven in den visuellen Künsten zu bestimmen.

Insbesondere die in Werken zum Ausdruck gebrachte Verbindung feministischer Themen mit Humor lässt die Kunst ihrer Autor:innen als Aktivismus und als Aufruf verstehen. Humor, Komik und Satire sind dabei in vielfältiger Weise die bestimmenden Stilmittel einer künstlerisch-feministischen Haltung, die auf ein gemeinsames, befreiendes Lachen setzt. Denn wie schrieb die afroamerikanische Literaturwissenschaftlerin bell hooks vor zwanzig Jahren? «Feminismus ist für alle.» Wichtige Werke von Künstlerinnen haben bereits Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums Basel gefunden, unter anderem von den Guerrilla Girls, Pipilotti Rist, Martha Rosler oder Rosemarie Trockel. Eine Auswahl derer Werke bilden den Dreh- und Angelpunkt der Gruppenausstellung.

Fun Feminism ist eine Aufforderung, die Sammlung aus feministisch-humorvoller Perspektive zu durchleuchten. Daraus entstand die Idee zu einer Ausstellung, die herausragende, selten gezeigte Sammlungswerke der späten 1960 bis 90er Jahre mit feministischen Subtexten zusammen mit jüngeren Arbeiten von Gegenwartskünstler:innen zeigt.

Künstler:innen:
Polly Apfelbaum, Monika Baer, Lynda Benglis, Dara Birnbaum, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Dineo Seshee Bopape, Ruth Buchanan, Pauline Curnier Jardin, Paz Errázuriz, Jana Euler, Sylvie Fleury, Andrea Fraser, Ellen Gallagher, Anna Gili, Guerrilla Girls, Ani Liu, Muda Mathis & Sus Zwick, Kirsi Mikkola, Ebecho Muslimova, Lorraine O'Grady, Pipilotti Rist, Tracey Rose, Martha Rosler, Karin Sander, Sarina Scheidegger & Ariane Koch, Cindy Sherman, Wiebke Siem, Lena Maria Thüring, Rosemarie Trockel, Fatimah Tuggar, Lily van der Stokker, Kawita Vatanajyankur, Puck Verkade, Marianne Wex, Nives Widauer, Melanie Jame Wolf, Betty Woodman, Aline Stalder & Nadine Cueni & Katharina Kemmerling & Katrin Niedermeier


Veranstaltungen zur Ausstellung

Sa1Okt

GEGENWART
15:00–16:00

Fun Feminism

Führung in der Ausstellung. Kosten: Eintritt + CHF 5

Mi5Okt

HAUPTBAU Vortragssaal
17:30–19:00

The art of intervention: Kitchen Politics. Aufstand aus der Küche.

Lucie Ortmann und Katrin Ribbe geben an diesem Abend einen Einblick in ihr recherche- und prozessorientiertes Langzeit-Projekt und einen kurzen Workshop, in dem gemeinsam mit den Gäst:innen ein neues Alphabet der Arbeit entwickelt und performt wird.

Mi26Okt

GEGENWART
17:30–19:00

The art of intervention: Laughing – Lachen - Rire

An diesem Abend gehen wir anlässlich der Ausstellung Fun Feminism gemeinsam mit Jenny Schrödl (FU Berlin) dem Phänomen des Lachens auf den Grund.

Sa5Nov

GEGENWART
15:00–16:00

Fun Feminism

Führung in der Ausstellung. Kosten: Eintritt + CHF 5

Sa3Dez

GEGENWART
15:00–16:00

Führung in der Ausstellung. Fun Feminism

Kosten: Eintritt + CHF 5