Kara Walker

A Black Hole is Everything a Star Longs to Be

Neubau / 05.06.–26.09.2021 / Kuratorin: Dr. Anita Haldemann




Katalog

Der Katalog zur Ausstellung macht das weitgefächerte zeichnerische Universum der Künstlerin erfahrbar. Er vereint über 600 grösstenteils unpublizierte Werke aus den Jahren 1992 bis 2020, die Walker bisher in ihrem Archiv unter Verschluss hielt, und Texte von Maurice Berger, Aria Dean, Anita Haldemann und Kara Walker. Kleine Skizzen, Studien und Collagen wechseln sich ab mit tagebuchartigen Notizen, mit getippten Gedanken auf Karteikarten und mit Traumaufzeichnungen. In provokativen und obszönen Darstellungen, die technisch raffiniert und ästhetisch ansprechend gemacht sind, nimmt Walker Rassismus, Geschlecht, Sexualität und Gewalt in den Fokus - ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Dabei bezieht sie sich auf die Geschichte der USA von der Sklaverei bis zu Barack Obamas Präsidentschaft. Walker bietet keine Versöhnung mit der Vergangenheit an, sondern rüttelt an Geschichtsbildern und Mythen. Schonungslos macht sie bis heute anhaltende tiefe Konflikte und Missverhältnisse sichtbar und thematisiert damit die Entstehung von kollektiver sowie der eigenen Identität.

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Die Ausstellung wird unterstützt durch:

  • BLKB
  • Freiwilliger Museumsverein Basel
  • Anonyme Gönnerinnen und Gönner
  • Isaac Dreyfus Bernheim Stiftung
  • Stiftung für das Kunstmuseum Basel



Zum ersten Mal zeigt Kara Walker (* 1969) hunderte von Zeichnungen, die sie in den letzten 27 Jahren im Atelier unter Verschluss gehalten hat. In der ersten umfassenden Soloausstellung auf Schweizer Boden präsentiert das Kupferstichkabinett diesen bisher nie gezeigten Korpus zusammen mit brandneuen Arbeiten der weltbekannten Amerikanerin.

1994 sorgte Walker mit wandfüllenden Scherenschnitten erstmals für Furore. Heute gehört sie zu den profiliertesten Positionen der USA. In provokativen und obszönen Szenen, die zugleich technisch raffiniert und ästhetisch ansprechend gemacht sind, nimmt sie Rassismus, Geschlecht, Sexualität und Gewalt in den Fokus – ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Dabei bezieht sie sich auf die Geschichte der USA von der Sklaverei bis zu Barack Obamas Präsidentschaft. Walker bietet keine Versöhnung mit der Vergangenheit an, sondern rüttelt an Geschichtsbildern und Mythen. Schonungslos macht sie bis heute anhaltende Konflikte sichtbar und thematisiert damit die Entstehung von kollektiver sowie der eigenen Identität.

Dass Walker auf Papier arbeitet, ist zentral. Skizzen und Notizen suggerieren Intimität und authentische sowie aktuelle Aussagen. Zeichnung und Wort sind ideale Mittel der Satire und Karikatur, des Pamphlets und der Subversion. In ihrer Vielfalt zeigen die Blätter, wie schnell und souverän Kara Walker Figuren erfindet, Formen unerwartet verwandelt und Narrative in ihrer Vieldeutigkeit verharren lässt.

Die Fülle an unterschiedlichen Zeichnungen zeigt deutlich, dass sich Walker verschiedenster Stile bedient. Das können die Helldunkel-Kontraste von Goya sein, die Linienführung eines James Ensor oder die karikaturenhafte Handschrift von Hogarth. In neuesten Werken kommen altmeisterliche Weisshöhungen auf getönten Papieren und gar farbige Kreiden prominent vor. Der Bezug auf ältere Kunst bringt die Frage nach Vorbildern ins Spiel und danach, wie sich eine afroamerikanische Künstlerin in die Kunstgeschichte einschreibt.

Eine Ausstellung des Kunstmuseums Basel in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt und dem De Pont Museum, Tilburg


Kara Walker

Kara Walker wurde 1969 im kalifornischen Stockton geboren und zog im Alter von 13 Jahren mit ihrer Familie nach Atlanta, Georgia. Dort studierte sie am Atlanta College of Art (Bachelor of Fine Arts 1991) und anschliessend an der renommierten Rhode Island School of Design (Master of Fine Arts 1994). Die Künstlerin lebt und arbeitet in New York. Sie hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Achievement Award 1997 und das Eileen Harris Norton Fellowship 2008. Walker ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters (gewählt 2012) und der American Philosophical Society (gewählt 2018). 2019 wurde sie von der Royal Academy of Arts, London, zum Honorary Royal Academician ernannt. Ihre Werke sind in renommierten Museen und öffentlichen Sammlungen in den USA und Europa vertreten, so im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel, im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, im Museum of Modern Art, New York, im Metropolitan Museum of Art, New York, in der Tate Gallery, London, im Museo Nazionale delle Arti del XXI secolo (MAXXI), Rom und in der Sammlung der Deutschen Bank, Frankfurt a. M.






Katalog

Der Katalog zur Ausstellung macht das weitgefächerte zeichnerische Universum der Künstlerin erfahrbar. Er vereint über 600 grösstenteils unpublizierte Werke aus den Jahren 1992 bis 2020, die Walker bisher in ihrem Archiv unter Verschluss hielt, und Texte von Maurice Berger, Aria Dean, Anita Haldemann und Kara Walker. Kleine Skizzen, Studien und Collagen wechseln sich ab mit tagebuchartigen Notizen, mit getippten Gedanken auf Karteikarten und mit Traumaufzeichnungen. In provokativen und obszönen Darstellungen, die technisch raffiniert und ästhetisch ansprechend gemacht sind, nimmt Walker Rassismus, Geschlecht, Sexualität und Gewalt in den Fokus - ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Dabei bezieht sie sich auf die Geschichte der USA von der Sklaverei bis zu Barack Obamas Präsidentschaft. Walker bietet keine Versöhnung mit der Vergangenheit an, sondern rüttelt an Geschichtsbildern und Mythen. Schonungslos macht sie bis heute anhaltende tiefe Konflikte und Missverhältnisse sichtbar und thematisiert damit die Entstehung von kollektiver sowie der eigenen Identität.

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Die Ausstellung wird unterstützt durch:

  • BLKB
  • Freiwilliger Museumsverein Basel
  • Anonyme Gönnerinnen und Gönner
  • Isaac Dreyfus Bernheim Stiftung
  • Stiftung für das Kunstmuseum Basel



Veranstaltungen zur Ausstellung

Mon21Jun

Facebook
17:00–17:20

Facebook Live-Führung – Kara Walker

Eine Führung in der Ausstellung «Kara Walker» mit der Kunstvermittlerin Aicha Revellat auf Facebook