Joseph Beuys

Wiederaufnahme des Gesprächs

Gegenwart / 23.10.2021–27.03.2022



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Kuratiert von den Abteilungen Gegenwart und Programme / Bildung & Vermittlung

2021 wäre Joseph Beuys (1921–1986) 100 Jahre alt geworden. Ein Jubiläum, das daran erinnert, dass das ‹Heutige› stets ein anderes ist. Beuys selbst war sich dessen höchst bewusst, als er festhielt: «Die Museen werden dadurch, dass andere Menschen hineinkommen, auch immer wieder anders mit den Dingen umgehen.» Denkbar war für ihn, dass Museen Orte für ‹permanente Konferenzen› sein könnten. Diese Idee ist das Arbeitsmotto für die auf den Werken im Kunstmuseum Basel aufbauende neue Präsentation und ihre Aktivierung durch ein kollaborativ erarbeitetes Programm. Neben seinem Vermächtnis als visueller Künstler schiebt sich mit heutigem Blick Beuys’ unermüdliche Arbeit an aktuell breit debattierten Themen in den Vordergrund: Demokratie, Ökologie, Ökonomie und Pädagogik sowie die Mitgestaltung all dieser Bereiche durch die Kunst.

Das Kunstmuseum stellte 1969 als eines der ersten Museen überhaupt Werke von Joseph Beuys aus. Zu diesem Zeitpunkt war der Künstler bereits zweimal auf der Documenta vertreten gewesen, war als Professor der Düsseldorfer Kunstakademie bei Studierenden beliebt, im Programm wichtiger Galerien der westdeutschen Nachkriegs-Kunstwelt und hatte mit medienwirksamen Auftritten Aufsehen bei einer breiten Öffentlichkeit erregt.

Auch die Basler Ausstellungen (1969 waren es gleich zwei) wurden von Presse und Öffentlichkeit viel beachtet, dabei äusserst kontrovers diskutiert. Der Gesprächsbedarf war gross, sodass das Kunstmuseum zu einem gut besuchten Diskussionsabend lud, was der Anfang einer jahrelangen Auseinandersetzung mit Beuys’ Kunst und Person am Museum und in Basel war.

Rückblickend zeigt sich, dass der Künstler und sein Werk wichtige Impulsgeber waren, um das Kunstmuseum «als wirklich heutiges Museum» zu denken, wie es der damalige Direktor Franz Meyer sah. Ein Projekt, das durch den intensiven Austausch mit der Emanuel Hoffmann-Stiftung, schliesslich durch die Eröffnung des ‹Museum für Gegenwartskunst› vor gut vierzig Jahren im St. Alban-Tal auch als Gebäude realisiert werden konnte.




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