Die Sammlung des Kupferstichkabinetts umfasst ungefähr 300‘000 Werke auf Papier aus dem 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Es handelt sich dabei um Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken sowie einige Fotografien. Diese Werke dürfen aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit nur beschränkt ausgestellt werden. Forscher, Studierende und Laien haben deshalb nur vor Ort im Studienraum die Möglichkeit, sich die Werke anzusehen.

Die wichtigsten Bestände des Kupferstichkabinetts sollen deshalb Schritt für Schritt online sichtbar werden. Damit soll nicht nur Forschenden ihre Recherchen erleichtert, sondern die Sammlung auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Zeichnungen 15. bis 17. Jahrhundert

Rund 3000 Zeichnungen Alter Meister des 15.–17. Jahrhunderts bilden den weltberühmten Kernbestand des Kupferstichkabinetts, der in seinen Anfängen auf die Sammlungen von Basilius Amerbach und Remigius Faesch zurückgeht. Diese Zeichnungen sind in bestimmten Bereichen sehr gut erforscht, so etwa im Falle von Hans Holbein d.J. und Urs Graf. Bisher konnten aber nicht alle Werke in die Datenbank aufgenommen werden, und auch das Bildmaterial (sofern digital vorhanden) variiert stark in seiner Qualität. Über eine Laufzeit von drei Jahren werden die Zeichnungen nun seit September 2017 dank der Unterstützung von Helvetia Versicherungen vollständig rekatalogisiert und digitalisiert.





Zeichnungen mit Eingangsjahr 1933 bis 1945

Das zweite Projekt ist der Untersuchung von über 2000 Zeichnungen gewidmet, die in den Jahren 1933 bis 1945 in die Sammlung gelangt sind. Diese Werke sind Teil eines vom Bundesamt für Kultur (BAK) geförderten Provenienzprojektes, das ihre Herkunft im Einzelnen ermitteln soll. Um den Bestand jedoch überhaupt bearbeiten zu können, werden die Zeichnungen seit 2019 in einem Vorprojekt wissenschaftlich rekatalogisiert: Von jedem Werk werden die Basisdaten in unsere Datenbank aufgenommen sowie digitale Bilddateien erstellt. Dieses Vorprojekt wird dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung durch die Karl und Sophie Binding-Stiftung realisiert.