Circular Flow

Conditions of Growth

Gegenwart / 01.12.2019–01.04.2020 / Kurator: Søren Grammel

«To the extent that transnational capital is no longer centered in a single metropole, as industrial capital in the 1840s was (...), there is no longer ‘a city’ at the center of the system, but rather a fluctuating web of connections between metropolitan regions and exploitable peripheries.» – Allan Sekula, Fish Story (1995)

Was bedeutet die fortschreitende Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche für unser individuelles und kollektives Leben? Welche ethischen, sozialen und globalen politischen Konsequenzen hat sie? Inwieweit ist Subjektivität selbst zu einer ökonomischen Konstellation geworden? Diesen Fragen geht die thematische Ausstellung im Kunstmuseum Basel | Gegenwart nach.

Der gleichermassen für Unternehmen wie für Staaten geltende Imperativ der internationalen Wettbewerbsfähigkeit als Konsequenz eines forcierten globalen Kapitalismus diktiert mittlerweile überall die Bedingungen von Arbeit und Produktion. Vor diesem Hintergrund findet das Projekt statt. In der Ausstellung wird Ökonomie zudem als ein System verstanden, das unsere Anschauung und Kommunikation der Wirklichkeit prägt und laufend eigene Bilder und Sprechformen generiert.

Die Ausstellung möchte der diagrammatischen und modellhaften Perspektive, mit der die Wirtschaft auf die Welt schaut, andere Arten von Schaubildern entgegen halten. In ihnen werden die Prinzipien des Ökonomischen zum Beispiel mit den Mitteln ästhetischer Verdichtung oder Verfremdung reflektiert. Dabei werden verschiedene Wechselbeziehungen verfolgt, die parallel zu den weltweiten Wertschöpfungskreisläufen die Zirkulation von Waren, Menschen, Lifestyles, Dienstleistungen und kulturellen Formen zwischen unterschiedlichen politischen Systemen, Geografien und Geschichten betreffen. Künstler und Künstlerinnen schlagen alternative Modelle vor – die Ausstellung zeigt, welche.