Manor Kunstpreis 2016 - Johannes Willi

Free Willi 2 – Freiheit in Gefahr

Gegenwart / 26.11.2016–17.04.2017 / Kuratoren: Philipp Selzer, Eva Falge



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Publikation zur Ausstellung

Johannes Willi: Free Willi 2 – Freiheit in Gefahr
Hrsg. vom Kunstmuseum Basel / Redaktion: Eveline Wüthrich, Johannes Willi / Mit Texten von Eva Falge, Philipp Selzer, Johannes Willi, Ingela Ihrman, Deng Dafei, Shuang Li, Li Ming, Wu Junyong, anothermountainman, Ignazio Mortellaro, Beatriz Santiago Muñoz, Dino Real, Guillermo Rodriguez / 336 S., zahlr. farb. Abb.



Johannes Willi (geboren 1983 in Basel) ist ein konzeptuell arbeitender Künstler. Er studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. Er war Mitbegründer des Hinterhof Offspace in Basel und initiierte 2012 in Kooperation die Basler Buchmesse I Never Read, die er heute noch leitet. Willi ist ebenfalls Mitglied des Kollektivs Juice & Rispetta zusammen mit den Künstlern Olivier Rossel und Marcel Freymond.

Die künstlerische Praxis von Johannes Willi kann als eine Form von «professionellem Dilettantismus» beschrieben werden, als eine Anwendung von spezifisch künstlerischen und handwerklichen Praktiken, die der Künstler nachahmt, aber nicht beherrscht. Der Ablauf und der Ausgang dieses Vorgehens sind ein Experiment, in dem ein Scheitern als Neuinterpretation und Erweiterung des imitierten Gegenstands betrachtet wird. Ein Beispiel für diese Praxis war die Aufführung von Beethovens Fünfter Sinfonie im Rahmen des «Soundzz.z.zzz…z» Lucerne Festival / Kunstmuseum Luzern, 2015. Willi stattete die Musiker der Lucerne Festival Academy mit selbstgebauten Instrumenten aus, die er aus Baumarktmaterialien nach Anleitung von Wikipedia-Einträgen konstruiert hatte. Bei der Aufführung fanden sich sowohl Orchester als auch Publikum in einem Experiment wieder, dessen Klangbild nicht vorauszusehen war und das Erlebte vielmehr an eine Rhythmusgruppe oder Proben einer Musikschule erinnerte als an die bekannte Melodie von Beethoven.

Daneben setzt Willi gezielt auf das Prinzip des Networkings: Immer wieder schafft er Plattformen, die er von anderen Akteuren bespielen lässt. Die Synergien, die bei diesen Kollaborationen zwischen Künstlern, Autoren oder Musikern entstehen, bilden Grundlagen für Willis Arbeiten. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist die Installation Free Willi, die 2015 an der Regionale 16 in der Kunsthalle Basel zu sehen war. Willi lud befreundete Künstlerinnen und Künstler ein, jeweils eine Arbeit zum Stichwort «Free» beizutragen. Die Hängung überliess Willi Kunststudierenden und befreite sich somit vollständig vom kreativen Produktionszwang. Unter dem Titel Free Willi 2 – Freiheit in Gefahr realisiert Willi als Preisträger des Manor Kunstpreis 2016 in Basel ein neues, international angelegtes Projekt. Es wird – eingebettet in eine ortsspezifische Installation – im Kunstmuseum Basel | Gegenwart Fragen nach der eigenen künstlerischen Handschrift und dem Paradigma des westlich geprägten Kunstbegriffs stellen.

Die Ausstellung wird unterstützt von:

Manor

Stiftung für das Kunstmuseum Basel




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Johannes Willi: Free Willi 2 – Freiheit in Gefahr
Hrsg. vom Kunstmuseum Basel / Redaktion: Eveline Wüthrich, Johannes Willi / Mit Texten von Eva Falge, Philipp Selzer, Johannes Willi, Ingela Ihrman, Deng Dafei, Shuang Li, Li Ming, Wu Junyong, anothermountainman, Ignazio Mortellaro, Beatriz Santiago Muñoz, Dino Real, Guillermo Rodriguez / 336 S., zahlr. farb. Abb.