Termin: Samstag, 18. April 2026, 11 Uhr – 12.30 Uhr
Ort: Neubau
Kostenlose Teilnahme, Ticket erforderlich via Ticketlink
In Englisch
Helen Frankenthaler (1928–2011) war eine bemerkenswerte und wegweisende Malerin, deren Werk die abstrakte Malerei der Nachkriegszeit in den Vereinigten Staaten prägte. In den 1950er Jahren erlangte sie Anerkennung für ihre innovative «Soak-Stain»-Technik, bei der sie verdünnte Farbe direkt auf die auf dem Boden liegende Leinwand auftrug. Dieser Ansatz inspirierte die Entwicklung der Farbfeldmalerei und beeinflusste eine ganze Generation von Künstler:innen. Frankenthaler entwickelte ihre Praxis ihr ganzes Leben lang weiter, doch ihr Werk ist nach wie vor relativ unbekannt, insbesondere in Europa.
Im Gespräch mit Expert:innen und Menschen, die sie persönlich kannten, wird die Bedeutung ihres Werks, ihr Lebensweg und die Resonanz ihrer Kunst beleuchtet.
Zu den Sprecher:innen gehören Douglas Dreishpoon (Leiter des Werkverzeichnisprojekts der Helen Frankenthaler Foundation), Mary Gabriel (Kunsthistorikerin) und Karen Wilkin (Kuratorin und Kunstkritikerin). Die Veranstaltung wird von Daniel Kurjaković (Kurator Programme) begrüsst und von Anita Haldemann (Kuratorin und Leiterin der Abteilung Kunst und Wissenschaft) moderiert.
Foto: Tom Loonan
Douglas Dreishpoon, emeritierter Chefkurator des Buffalo AKG Art Museum, beratender Redakteur bei The Brooklyn Rail sowie aktiver Jazz-Schlagzeuger und Perkussionist, leitet derzeit das Projekt zum Werkverzeichnis von Helen Frankenthaler. Seine Essays, Interviews und Rezensionen sind in Art in America, Art Journal, Art News, Archives of American Art Journal, Sculpture und The Brooklyn Rail erschienen. Zu seinen jüngsten Ausstellungen zählen Helen Frankenthaler: Painting Without Rules, Imperfections by Chance: Paul Feeley Retrospective, 1954–1966 und Nothing and Everything: Seven Artists, 1947–1962. Zu seinen jüngsten Büchern gehören Helen Frankenthaler: Late Works, 1988–2009 und Modern Sculpture: Artists in Their Own Words, eine Anthologie mit Texten von Bildhauern für die Reihe Documents of Twentieth-Century Art (beide 2022). Dreishpoon promovierte am Graduate Center der City University of New York.
Foto: Mike Habermann
Mary Gabriel ist Autorin von fünf Biografien, darunter Ninth Street Women, das 2022 mit dem NYU/Axxin Foundation Prize für erzählende Sachliteratur und 2019 mit dem Mary Lynn Kotz Award der Library of Virginia und des Virginia Museum of Fine Arts ausgezeichnet wurde. Ihr 2011 erschienenes Buch Love and Capital war Finalist für den Pulitzer-Preis, den National Book Award und den National Book Critics Circle Award; und ihr Buch Madonna: A Rebel Life war Finalist für den PEN/Jacqueline Bograd Weld Award for Biography 2024. Mary war fast zwei Jahrzehnte lang als Journalistin bei Reuters tätig und arbeitete hauptsächlich in Washington und London. Derzeit schreibt sie an einer Biografie über die legendäre Kunsthändlerin Ileana Sonnabend. Mary lebt in Irland.
Foto. Kimberly Butler
Karen Wilkin ist eine in New York ansässige Kuratorin und Kunstkritikerin. Sie studierte am Barnard College und an der Columbia University und ist Autorin von Monografien über unter anderem Stuart Davis, David Smith, Anthony Caro, Kenneth Noland, Helen Frankenthaler, Giorgio Morandi, Georges Braque und Hans Hofmann; zudem hat sie international Ausstellungen mit Werken dieser Künstler organisiert. Sie war Jurymitglied für den amerikanischen Pavillon der Biennale von Venedig 2009 und Mitherausgeberin der Werkverzeichnisse zu Stuart Davis und Hans Hofmann. Als regelmässige Autorin für The New Criterion, Hudson Review, Hopkins Review und das Wall Street Journal ist sie Mitglied des Prüfungsausschusses für das Werkverzeichnis von Arshile Gorky. Wilkin unterrichtet im MFA-Programm der New York Studio School.
Diese Veranstaltung wurde durch die grosszügige Unterstützung des ASOM Grants ermöglicht.