Picasso – El Greco

NEUBAU / 11.06.–25.09.2022 / Kuratoren: Carmen Gimenez, Dr. Josef Helfenstein

Das Kunstmuseum Basel beleuchtet in einer grossen Sonderausstellung die Auseinandersetzung Pablo Picassos (1881–1973) mit dem auf Kreta geborenen Altmeister Doménikos Theotokópoulos, besser bekannt als El Greco (1541–1614). Rund 40 Gegenüberstellungen von Meisterwerken beider Künstler zeichnen diesen Dialog nach, der zu den faszinierendsten der Kunstgeschichte zählt. Um eine Kerngruppe von Werken Picassos aus der eigenen Sammlung werden hochkarätige Leihgaben aus aller Welt versammelt.

*Pablo Picasso, Selbstbildnis, Ende 1901, Musée national Picasso, Paris, Foto: RMN-Grand Palais/Mathieu Rabeau © Succession Picasso, 2021 ProLitteris, Zurich*

Pablo Picasso, Selbstbildnis, Ende 1901, Musée national Picasso, Paris, Foto: RMN-Grand Palais/Mathieu Rabeau © Succession Picasso, 2021 ProLitteris, Zurich

El Greco brachte es mit seiner einzigartigen Malweise in seiner neuen Heimat Toledo zu beachtlichem Ruhm. Bald nach seinem Tod geriet er jedoch in Vergessenheit. Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert kam es zu einer El Greco-Renaissance, an der der junge Pablo Picasso an vorderster Front beteiligt war. Die Ausstellung zeigt, dass sich Picasso intensiver und länger mit El Greco beschäftigte als bisher angenommen: Das ist in Picassos kubistischen Gemälden ebenso spürbar wie seinen Werken der 1930er- und 1940er-Jahre, und auch am Ende seines Lebens nimmt er noch Bezug auf den Altmeister. Die Schau eröffnet nicht nur neue Perspektiven auf Picasso und El Greco, sondern bietet auch Erkenntnisse darüber, welche Bedeutung diese Konstellation für die Entwicklung der Avantgarde-Kunst des 20. Jahrhunderts hatte.