Martha Rosler, Hito Steyerl

Gegenwart / 05.05.2018–09.09.2018 / Kurator: Søren Grammel



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Die Ausstellung setzt Werke der Künstlerinnen Martha Rosler (1943, New York, lebt in Brooklyn NY) und Hito Steyerl (1966, München, lebt in Berlin) in einen Dialog zueinander, der die inhaltlichen und medialen Schnittmengen beider Positionen hervorhebt und reflektiert.

Im Falle beider Künstlerinnen handelt es sich um die erste Museumsausstellung in der Schweiz, und ihr Werk wurde bislang noch nie gemeinsam ausgestellt. Dennoch liegt beiden Œuvres ein selten beharrliches und kritisches Engagement in der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen zugrunde, das zu einer Fülle von Gemeinsamkeiten zwischen dem Schaffen wie auch der Haltung von Rosler und Steyerl und den von ihnen behandelten Fragen geführt hat – Fragen, die von globaler Bedeutung sind und die auf das tiefgehende, politisch-kritische Bewusstsein beider Künstlerinnen schliessen lassen.

Realität wird in ihren Werken immer in Wechselwirkung mit den für das Gewebe unseres Alltags sowie unserer Identität massgeblichen audiovisuellen Medien betrachtet – inklusive deren disruptiver Effekte für das menschliche Leben.

Insofern liegt es nahe, dass sowohl Rosler als auch Steyerl sich immer wieder neuer Medien für ihre Werke bedienen. Rosler arbeitet nicht nur mit Fotografie und Collagen, sondern bereits sehr früh auch mit Video, das sie nutzt, um feministische Inhalte zu transportieren und den durch das Fernsehen und Magazine vermittelten Mythen andere Bilder von Frauen und modernem Alltag entgegen zu halten. Neben Fotografie, Fotocollagen sowie Aktions- und Projektformaten hat sie sich in jüngster Zeit vermehrt mit Social Media wie auch mit Drohnen beschäftigt. Steyerls neuere, teils computeranimierte Videoinstallationen – deren Ästhetik stark durch die auf Internet-Plattformen wie YouTube zu rezipierenden Bildwelten beeinflusst sind – gehören zum Avanciertesten, was in der Bildenden Kunst in diesem Medium zu sehen ist.

Beide Künstlerinnen betreten durch ihre Arbeiten bewusst aktuelle Konfliktfelder und erforschen zugleich deren geschichtliche und mediale Hintergründe. Roslers und Steyerls Werke sind ästhetisch faszinierend konstruierte Widerstandsformeln, die sich gegen die Normalisierung von Demokratieverlust, Ökonomisierung und Privatisierung öffentlicher Räume und Lebensbereiche, private wie staatliche Gewalt und Unterdrückung, die Reduzierung des Menschen auf seinen Wert als Arbeitskraft und Konsument sowie die Militarisierung gesellschaftlicher Lebensbereiche richtet. Ohne pathetisch klingen zu wollen, trägt die Ausstellung auch der Einschätzung Rechnung, dass es angesichts der weltweiten illiberalen Entwicklungen nicht erst jetzt, aber nach wie vor von grosser Bedeutung ist, Kunst zu zeigen, die für den Erhalt demokratischer Strukturen, zivilgesellschaftlicher Werte und Toleranz provokativ Stellung bezieht.

Die Ausstellung wird unterstützt durch:

  • Fonds für künstlerische Aktivitäten im Museum für Gegenwartskunst der Emanuel Hoffmann-Stiftung und der Christoph Merian Stiftung
  • Stiftung für das Kunstmuseum Basel



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