Böcklin begegnet

Hauptbau / Kuratorin: Dr. Eva Reifert

Arnold Böcklin ist neben Hans Holbein d. J. einer der Hausheiligen des Kunstmuseums Basel, das mit über 90 Gemälden und plastischen Arbeiten die bedeutendste Sammlung seiner Werke beherbergt. Der in Basel geborene Künstler erlangte Ende des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum enorme Bekanntheit und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Symbolismus.

Schon zu Lebzeiten war Böcklin umstritten. Für die einen war er ein Erneuerer, andere (wie der einflussreiche Kunstkritiker Julius Meier-Graefe) bezichtigten ihn, den Fortschritt in der Kunst aufgehalten zu haben.

In zwölf Konstellationen, in denen Böcklin Werken von Vorläufern, Zeitgenossen und unvermuteten Geistesverwandten begegnet, kristallisieren sich zentrale biografische, stilistische und thematische Aspekte seines Schaffens heraus. Das Stimmungsbarometer schwankt zwischen Satire, atmosphärischer Schwermut und feierlichem Ernst.

Wo Böcklin nicht zu fassen bleibt, wo sich Aufbruchswille und Festhalten an Traditionen in seinem Werk unversöhnlich gegenüberstehen, offenbart er sich als Kind der an Widersprüchen reichen Zeit des Fin de Siècle.