«Und würde, wenn ich hier bin, die Welt mich anblicken», lautet der Satz, der auf einem Bild von Rémy Zaugg aus den Jahren 1995/98 zu lesen ist. Er richtet sich an sein Gegenüber – an uns. Ein Kunstwerk hat seine eigene Geschichte, doch jede Begegnung mit ihm findet im Hier und Jetzt statt. Während das Werk selbst scheinbar dasselbe bleibt, betrachten es immer wieder andere Menschen – in einem neuen Kontext, zu einem anderen Zeitpunkt.
Wenn ich hier bin versammelt Werke aus den Jahren 1970 bis 2026 von mehr als fünfzig Künstler:innen, von denen fast die Hälfte in Basel lebt. Die Arbeiten stehen für eine grosse Bandbreite künstlerischer Arbeitsweisen und Zusammenhänge und stammen aus drei unterschiedlichen Basler Sammlungen: der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, der Emanuel Hoffmann-Stiftung und dem Kunstkredit Basel-Stadt.
Die Ausstellung präsentiert Werke in wechselnden thematischen Konstellationen. Mal rückt der Raum in den Vordergrund, in dem wir uns als Betrachtende befinden. Mal liegt das Augenmerk auf Körpern und Porträts, auf Alltagsgegenständen und gesellschaftlichen Strukturen und mal auf der Landschaft, die vor uns liegt. Immer wieder geht es um das, was zwischen Vertrautem und Unbekanntem liegt.
Ausgehend von Zauggs poetischer Setzung fragt Wenn ich hier bin danach, was es bedeutet, von einem Ort zu kommen oder sich an einem Ort zu befinden. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick darauf, wie Kunstwerke durch ihr gesellschaftliches Umfeld geprägt sind und wie sie sich zueinander verhalten.