Criss Cross

Kunst und soziale Praxis im urbanen Raum

Von virulenten Debatten bis zu scheinbar peripheren Phänomenen des Lebens: Im Programmformat Criss Cross kommen im Kunstmuseum Basel nachdrücklich gesellschaftliche Themen zur Sprache. In insgesamt zwei Gesprächsrunden umkreisen Expert_innen aus unterschiedlichen Perspektiven zwei Themenfelder, die in der Ausstellung Theaster Gates. Black Madonna wurzeln. Die Zusammensetzung der Gesprächsrunden ist offen und heterogen angelegt. Sie setzt sich aus Praktiker_innen und Theoretiker_innen zusammen, ist disziplinenübergreifend und vermischt hoch- und populärkulturelle Aspekte. Die Gespräche zielen auf einen lockeren, unterhaltsamen und klugen Austausch ab mit dem Ziel, Querverbindungen und überraschende Einsichten hervorzubringen. Im zweiten Gespräch mit dem Titel „Kunst und soziale Praxis im urbanen Raum“ diskutieren die Gäste ausgehend von Theaster Gates’ urbanistischer Praxis in der Southside von Chicago vor allem zwei Aspekte. Erstens: Welche Rolle spielt der gesellschaftsbildende Aspekt in ihrer jeweiligen Arbeit? Sind Vorstellungen, dass Kunst, Architektur und Stadtplanung eine gerechtere und freiere Gesellschaft miterzeugen, lediglich Worthülsen und Postulate – bald idealistisch, bald zynisch eingefärbt –, oder gibt es konkrete Herangehensweisen, um „am grossen Ganzen“ mit zu wirken? Zweitens geht es um die Frage des zeitlichen Horizonts: Wie sind langfristiges Denken oder gar zukünftige „Horizonte“ in die jeweiligen Disziplinen eingelassen? In welchen Fällen ist „Dauer“ sogar das ausschlaggebende Kriterium?

Gesprächsteilnehmer:
Matthias Böttger, Leitung Institut Hyperwerk, Basel;
Adam Jasper, Postdoc, gta Zürich / Wiss. Mitarbeiter, UdK Berlin;
Marco Serra, , Globaler Novartis Chefarchitekt, Basel

Kunstmuseum Basel | Gegenwart
Mittwoch, 05.09.2018, 18-19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei. Ohne Anmeldung.